Nach dem wunderschönen Besuch des Lake Tekapo hitch hikte ich mit 2 Kiwis nach Christchurch. Im Zentrum verabschiedete ich mich und sah mich um. Was ich sah gruselte mich. Ich hatte zuvor so gar keine Ahnung, wie es hier aussehen würde. Zur Erklärung: Am 22. Februar 2011 wurde die einst 376.700-Einwohner-große Stadt von einem Erdbeben der Stärke 6,3 überrascht und fast vollständig zerstört. 185 Menschen ließen ihr Leben, tausende wurden verletzt. Das Beben liegt nun mehr als 3 Jahre zurück. Die Stadt hat sich zwar um ca. 13.000 Einwohner verkleinert, die Hoffnung jedoch nicht verloren und so versuchen ihre tapferen Bürger die ehemals größte Stadt der Südinsel Neuseelands wieder aufzubauen. So gibt es als Touristenattraktion sämtliche Ruinen und darunter die Christchurch Cathedral zu besichtigen. Ein besonderes Auge habe ich auf die neue Fußgängerzone, die Re:Start Mall, geworfen. Diese ist in Schiffscontainern aufgebaut, was die Innenstadt einerseits sehr modern, etwas ungewöhnlich aber gleichermaßen kreativ wirken lässt. Trotz der tausenden zerstörten Gebäude, die nach wie vor einen traurigen und gespenstischen Eindruck hinterlassen, lebt die Stadt langsam aber sicher wieder auf, wie die zarte Blume eines Löwenzahns, die sich durch den harten Asphalt einer Straße hindurchkpft! :)
Und dass hier immer noch ca. 15.000 Erdbeben pro Jahr registriert werden, davon habe ich nichts gespürt. Gott sei Dank! :)
Nunja, das war mein letzter Streich hier im Süden. Gerade befinde ich mich am Flughafen, es ist gerade 00:30 und ich habe noch knapp 6,5 Stunden zu warten, bis mein Flug zurück nach Wellington startet. Wieder einmal eine Nacht, die ich mir um die Ohren schlagen werde, dafür aber in einer Lounge mit bequemen Sitzsäcken, einem ganzen Haufen anderer Wartender und free WiFi. :)







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