Rainbow Beach to Brisbane (13.11.13 - 241km)
Nach einer weiteren mehr oder minder schlaflosen Nacht in unserem Nichtvan sattelten wir am frühen Morgen unsere Pferde und starteten durch nach Brisbane. Auf dem Weg hielten wir an der coolsten Raststätte Australiens an und kauften uns eine Wassermelone, gefühlte 100kg schwer für "'n Appel und 'n Ei" und legendäres Bananabread!
Um uns die Fahrt ein wenig angenehmer zu gestalten, malten wir Schilder mit "Smile" und hielten sie aus dem Autofenster und belustigten damit den gesamten Highway! :) Ein ziemlich cooler Truckfahrer malte sogar einen Smiley auf ein Stück Papier und hielt es raus, wie cool ist das denn!? :D Via Internet konnten wir hier in Brisbane einen couchsurfing-host überzeugen uns bei sich hausen zu lassen, wenigstens für 3 Tage. Dave lies uns direkt vor der Haustür raus, wir verabschiedeten uns von unseren Travelmates! :(
Die Beschreibung unseres Hosts: Ein Haus mit Dschungel im Vorgarten und einem blauen Schild mit Aufdruck "for sale"...Punktlandung! Da wartete wirklich ein Dschungel auf uns, mit all seinen Bewohnern! An denen mussten wir wohl oder übel vorbei, um ans "Haus" zu gelangen, ich kann euch sagen...Hat jemand Jumanji gesehen? 1995 mit Robin Williams. Die Szene mit den Spinnen erinnerte mich stark an unsere Situation! Ich war froh als wir auf der anderen Seite ankamen! Sowas wie eine Haustür gab es nicht an dem unstabil wirkenden Holzhaus, recht außerhalb von Brisbane City, lediglich 2 Türen, die nicht wirklich bewohnt aussahen, wir klopften. Nach einiger Zeit öffnete uns ein junger Student in Pandabärenpyjama die knarksende Tür, Napoleon, und bat uns herein. "Michael ist unten." Wir schauten uns zwischen den Mangapostern und Kampfgeräten fragend um. Nach ein paar Minuten kam er nach oben. Michael, unser host, 25 Jahre alt, Student, dünn, rote lange Locken. Klettert gerne und baut Fahrräder. Im ersten Moment wussten wir nicht, was wir von der ganzen Sache halten sollten. Nach einer Hausführung und einem warm up waren wir uns einig, dass alles halb so wild ist! Netterweise fuhr Michael uns am Mittag mit seinem Auto in die Stadt, damit wir ein paar Erledigungen machen konnten. Er ist wirklich superlieb! Wir klapperten jedes Hostel der Stadt ab, um work for accommodation zu finden, leider nicht sonderlich erfolgreich. Erfreulich dagegen ein Angebot eines Asiatischen Nobelrestaurants! Dort haben wir nun eine Art Vorstellungsgespräch, juhuuu! :)
Am Abend beschlossen wir Geld zu sparen und den Heimweg zu Fuß anzutreten. 5,1km im Dunkeln bei Regen, darauf hatten wir uns nicht eingestellt! :D Wir waren überglücklich, als wir unsere Bleibe erreichten, nicht aber, als wir versuchten ins Haus zu kommen. Auf halber Strecke durch den Dschungel kehrten wir um, da alles voll mit Spinnennetzen war und beschlossen den Weg hinten herum zu benutzen, das klappte besser. Nach 9 Tagen ohne Bett freuten wir uns auf eine weiche Matratze und ließen den Abend so ausklingen, draußen gewitterte es, der rieselnde Regen brachte uns zum Einschlafen.
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