Mit etwas Verspätung trudelten unsere Travelmates in unserem Hostel ein. Dave, Philipp und Sebastian aus München und Karlsruhe. Von vornherein sehr nett und hilfsbereit, na dann los. Etwas überrascht waren wir, als wir unser Gefährt sahen: Wir stellten uns auf einen Van ein, kein Luxus und Schnickschnack, jedoch groß genug zum darin schlafen! Tatsächlich stand da ein Toyota Camry, Limousine - nicht unbedingt als Roadtripmobil geeignet, geschweige denn als Schlafplatz! Gott sei es gedankt, dass wir noch zu der Generation Nintendo Tetris gehören, denn andernfalls hätten wir das Gepäck niemals in den Kofferraum gepackt bekommen! Level complete! Wie man in dem Ding schläft und das auch noch so, dass es möglichst keine Politesse sieht, noch ein Rätsel! Bevor wir richtig losfuhren, zeigten wir den Jungs noch unser persönliches Highlight von Townsville, den Ausblick von Castle Hill! Jetzt erst wurde uns bewusst, wie hoch dieser ist. Den Goat Walk hatten wir uns ja bereits mit Caro und Annika hochgequält. Oben angekommen schickten wir die Jungs zu den uns schon bekannten 2 Aussichtspunkten und gingen selbst noch zu einem weiteren, den wir noch nicht erforscht hatten. Dort befand sich ein kleines Bungalow. Wir kamen auf die glorreiche Idee auf das Häuschen raufzuklettern, denn es war recht nahe an einer Felswand gebaut. Nicht ganz einfach aber als wir uns auf uneleganteste Weise hochgekämpft hatten, genossen wir so den wirklich besten Ausblick! 20 Minuten später wollten wir wieder herunterklettern, jedoch war uns nicht bewusst welche Schwierigkeit sich darin verbarg. Zwischen der Hinterwand des Bungalows und den Felsen klaffte eine Lücke auf, die uns zuvor nicht so groß vorkam, uns blieb nur die Möglichkeit zu springen. Was soll's, wo man hochkommt, kommt man auch wieder herunter! Doofe Idee :D Mit einem Hups sprang ich barfuß vom Dach und landete etwas unsanft auf dem Stein mit Glasscherben, wie ich dann feststellte. Ein aufgeschlagenes Knie, ein Schnitt im dicken Otto (großer Zeh) und ein paar Schürfwunden, hat sich trotzdem gelohnt! Und glücklicherweise habe ich nicht mit dem Gesicht gebremst! :) Unbezahlbar dagegen war Elenas Gesicht! Sie kletterte unversehrt an der anderen Hauswand hinunter, hätten wir das mal früher entdeckt!
So, jetzt konnte es aber losgehen! Nach ca. 3,5h und 276km erreichten wir Airlie Beach, es war bereits dunkel. Schnell kauften wir noch ein paar überlebenswichtige Dinge ein: Elena und ich sind jetzt im stolzen Besitz 2er Tupperdosen und Plastikbesteck, Klopapier haben wir frecherweise im Hostel mitgehen lassen. Die Jungs hatten sich bereits Hostelzimmer reserviert, wir blieben bei unserem Ursprungsplan im Auto zu nächtigen. Glücklicherweise gab es dort einen Campingplatz, denn am Straßenrand hätten wir mit dem Auto unmöglich übernachten können, ohne eine Geldstrafe zu kassieren!
kurz vor meiner Bruchlandung auf dem Bungalow über Townsville
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen