Sonntag, 12. Januar 2014

Welcome Home - Kings Cross

Wer hätte gedacht, dass wir tatsächlich noch einmal hierher an unseren Startpunkt zurückkehren würden? Und dieses Mal zu dritt! Es hat uns nur kaum 5 Minuten gekostet, bis wir uns hier im Kings Cross wieder heimisch fühlten.
Tatsächlich hat sich nicht viel verändert, ein paar Gesichter sind sogar immer noch hier, nur wir für unseren Teil fühlen uns weitaus erfahrener und schlauer als beim letzten Mal. Bei einer bestimmten Sache habe ich jedoch ein recht gruseliges Déjà-Vu, und zwar beim Blick in meinen Geldbeutel! :D
Ja, vor knapp 4 Monaten hat hier im Woodduck Hostel alles ohne Geldnöte begonnen. In der Zwischenzeit ist viel passiert, wir haben bereits die ganze Ostküste bereist, viel erlebt und gesehen und vor allem viel gelernt. 
Was die Jobsuche angeht sind Elena und ich weiterhin sehr fleißig und recht zuversichtlich bis nächste Woche Erfolg zu haben. An die 100 Bewerbungen liegen auf den Schreibtischen Sydneys, irgendjemand wird sich schon melden, um uns aus der Backpackerarmut zu holen. Heute hatten wir bereits erste trials. Peinlich aber wahr, wir sind an der Aufgabe 3 Teller auf einmal zu tragen gescheitert! :D Nicht, dass wir die Teller nicht tragen konnten, die Art und Weise war nur nicht so, wie es die Chefin sehen wollte. Das zweite trial verlief nicht wesentlich besser. Ich suchte mit Hilfe von google.maps das wine and dine Restaurant am Kings Cross und freute mich, als ich vor einer Art Pub mit Musikern und nur jungen Leuten stand und meldete mich an der Bar. Ich fragte nach Frank. Der nette Barkeeper schickte mich in die Küche für mein 1-stündiges Probearbeiten als kitchen hand. In der winzigen Küche fragte ich einen kleinen Asiaten, ob er Frank gesehen habe. Er drehte sich mit seinen 1,50m um und sagte: "Hey, ich bin Frank". Okay, zugegeben, ich hatte mit einem großen, dicken Frank gerechnet, der gerade Karotten schnippelt und mit Kochtöpfen jongliert. Falsch gedacht. Tatsächlich fand ich mich in einer chinesischen Küche wieder, na herzlichen Glückwunsch. Frank erklärte mir wie der Abwasch funktioniert und nach 30 Minuten war das Ding gelaufen. Ich hinterließ meine persönlichen Daten und ging grinsend raus, das gibt niemals was! :D Gerade bin ich nach Hause gekommen, für morgen stehen noch mal 3 job interviews bzw. trials an. Wünscht uns Glück! Sicherheitshalber hatten wir gerade einen Tellerträger-Crashcours von unserer Mitbewohnerin in der Hostelküche und belustigten damit die restlichen Backpacker.
Unseren "reichen Backpacker" mussten wir vor 2 Tagen schweren Herzens verabschieden. Nici ist nun nach 2 abenteuerlustigen Wochen mit uns zurück in Kaltdunkeldeutschland. Unsere letzten Tage zu Dritt verbrachten wir damit uns unsere Lieblingsgroßstadt anzuschauen, Michael's Geburtstag zu feiern, shooteten mit ein paar Promis im Madame Tussaud's und trafen Nemo und co. im Sealife. Letzteres kann ich nur jedem empfehlen, der einmal nach Sydney kommt! Ich kenne Sealife noch aus Kindertagen und fühlte mich beim Durchlaufen wieder in meine Kindheitstage zurückversetzt, als ich das ganze Unterwasser-Wuselleben mit funkelnden und glänzenden Augen beobachtete. Am faszinierendsten fand ich das Unterwasser-Unterwasseraquarium, ihr wisst schon, der riesige Glastunnel, wo ganz Ozeanien um einen herumschwimmt und man sich selbst mitten drin fühlt. Hier ist dieses tatsächlich mitten in's Meerwasser im Darling Harbour gebaut! Wenn man dann noch bedenkt, dass man hier eben die Tiere bewundert, die tatsächlich auch genau in diesem Gewässer leben, so wie man sie hier sieht und nicht eingefangen und tausende von Kilometern transportiert wurden, ist das ganze noch eine Spur cooler! 












An Nici's letztem Abend in Australien gab es zusammen mit Basti, unserem Bekannten aus Cairns, ein leckeres BBQ, vom Feinsten! Danach waren wir so dick und rund, dass wir nur noch im Koalamodus in unserem 10-Bett-Zimmer oxidierten und uns unterhielten, bis wir müde einschliefen. 

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