Draußen wurde es bereits dunkel und die Stadt fing an noch viel größer und prächtiger zu wirken, mit all ihren Riesenbauten, die jetzt anfingen zu leuchten.
Donnerstag, 5. Dezember 2013
Thomas, unser Sorgenkind
Wir haben uns nicht, wie geplant, mit unseren Freunden in Brisbane getroffen, denn Thomas war immer noch krank! Elvis teilte uns etwas ziemlich niederschmetterndes mit...die kaputte Zündspule, die Thomas außer Gefecht gesetzt hat, ist irreparabel und wird noch dazu nicht mehr produziert! Sehr, sehr schlechte Neuigkeiten! Aber Elvis versprach uns alles zu tun, um uns zu helfen. Er setzte sich mit einigen Schrotthändlern in Verbindung, wir saßen zu Hause und warteten gespannt ab. Erst einmal passierte nichts, dann ein Anruf, Elvis hat einen Händler gefunden, er würde für uns die ganzen Kilometer hinfahren, das Teil abholen und schauen, ob es passt. Ein Hoffnungsschimmer, wir drückten alle Daumen für Thomas! Da wir es nicht mehr aushielten den ganzen Tag in der Bude zu sitzen, beschlossen wir mit unserem "Leihwagen" in die Stadt zu fahren, denn Elvis hatte nichts dagegen. Er sagte, er hat die Spule nun und weiß in 30 Minuten, ob sie passt oder nicht. Leider klingelte das Handy selbst nach 2 Stunden nicht! :( Wir schlenderten durch die Stadt und lenkten uns ab. Elena und ich schauten bei Patrick vorbei, der uns den Job in Marlborough bei Schreckschrauben-Doreen und Grummelkopf Bill verschafft hatte, und klärten ihn auf, was passiert war. Irgendwie erinnern mich die 2 jetzt an Grammi und Gruffi von der Gummibärenbande, mit dem Unterschied, dass ich die menschliche Version nicht leiden kann. Auf Patricks Frage hin, ob man weiterhin Backpacker dorthin schicken sollte, antworteten wir einstimmig und entschlossen mit "Nein"! Dann klärten wir ihn über unsere weiteren Pläne auf und er versprach uns zu helfen und einen neuen Job zu finden. Das wollten wir hören! :)
Draußen wurde es bereits dunkel und die Stadt fing an noch viel größer und prächtiger zu wirken, mit all ihren Riesenbauten, die jetzt anfingen zu leuchten.
Am Boden leuchteten jedoch ganz andere Lichter, die mich irgendwie verstörten: Weihnachtsschmuck in allen Farben und Formen! Und das bei 30 Grad? Irgendwie kann ich mich wirklich nicht daran gewöhnen, es ist verrückt! Ein Weihnachtschor, der in der Fußgängerzone performte, Weihnachtsmusik in den Läden und Weihnachtsbäume und -Engel an jeder Straßenecke! Und irgendwie bewirkt all das so gar keine Weihnachtsstimmung bei mir.
Auf einmal klingelte das Handy, Elvis ruft an! Gespannt beobachteten wir anderen 3 das Gespräch, wovon wir nur eine Seite hören konnten und versuchten am Gesichtsausdruck abzulesen, ob wir uns freuen oder weinen sollten. Wir konnten uns freuen, Elvis hat es geschafft, Thomas lebt!!! :) Ab zu Elvis, Thomas abholen! Wir liefen überglücklich zum Auto, dass etwas außerhalb geparkt war und wollten schnurstracks zu Elvis fahren, saßen im Auto, Janik drehte den Schlüssel in der Zündung und...es passierte nichts! Batterie leer. Whaaat?! Ist das dein Ernst?! Ich konnte mir ein fassungsloses Lachen nicht verkneifen! Wie ironisch kann das Leben sein? Nach kurzer Krisensitzung teilten wir uns auf, Elena und ich liefen die Straßen ab, um ein Parkhaus oder sonstiges zu finden, um einen Fremdstarter zu organisieren. Das eine Parkhaus war wegen Bauarbeiten gesperrt, die anderen bereits geschlossen, wir liefen bedröppelt zurück, als uns Nils entgegen kam und die Hände oben hielt. Yay, das Auto läuft schon wieder! Ein Securitymann hatte uns geholfen die Kiste wieder zum Laufen zu bringen! Zweiter Versuch zu Elvis und Thomas zu kommen, diesmal erfolgreich. ELVIS WE LOVE. YOU! Er hat es tatsächlich geschafft! Wir gaben ihm das Geld für die Teile und den Sprit und bedankten uns mit einer herzlichen Umarmung! Er ist einfach der Beste! :) Jetzt können wir unsere Tour nach Surfers Paradise, Byron Bay etc. doch stattfinden! Heute bringen wir Janik zum Flughafen, der für 10 Tage nach Neuseeland fliegt, Henry ist vor ein Paar Tagen 3 Wochen nach Thailand geflogen, also sind wir ab heute nur noch zu dritt. Morgen geht's für uns los. Wie lange wir wo bleiben und was wir dann machen, wissen wir noch nicht! :)
Draußen wurde es bereits dunkel und die Stadt fing an noch viel größer und prächtiger zu wirken, mit all ihren Riesenbauten, die jetzt anfingen zu leuchten.
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