Abends kochten wir bei Putra in der Wohnung und schauten Film: Blood Diamond. Mir fiel auf, dass Stephen, der Kerl von Fundraising, Passagen aus diesem Film benutzt hatte, um Menschen einen Spendenvertrag aufzuschwatzen und das machte mich irgendwie unglaublich sauer! Zum Glück haben wir gekündigt und uns nicht brainwashen lassen!
Am nächsten Morgen machten wir Thomas fit und verabschiedeten uns zum zweiten Mal von Putra!
Wir sind ihm für alles was er für uns getan hat unglaublich dankbar und hoffen uns eines Tages revanchieren zu können! Auch ein Gefühl, das ich erst kennenlernen musste: Hilfe dankbar annehmen, aber ohne direkte Gegenleistung. Zu Anfang fühlt man sich schuldig, ausnutzend, aber irgendwann versteht man, dass diejenigen, die Hilfe anbieten, dies auch wirklich gerne tuen, ohne etwas dafür zu verlangen. Jonh (nein, das ist kein Tippfehler, er schreibt sich tatsächlich so), ein Aussie, der uns einmal half, antwortete uns auf unsere Frage, wie wir uns erkenntlich zeigen könnten, folgendes: "To get what you want you must help other people to get what they want. If anyone needs help, help him or her like I helped you."
Am späten Nachmittag erreichten wir Surfers Paradise. Ich beschreibe es als Barbie City. Riesige Betonbauten, die aus dem feinen Sand herausragen und scheinen tatsächlich die kilometerweit entfernten Wolken zu kratzen, dabei lacht die Sonne zwischen den mächtigen Palmenwedeln. Rosa Wolkenkratzer, rosa Autos, Barbies und Kens in den Straßen und am Strand. Barbie City eben! :) Wir parkten Thomas an einer Parkanlage zwischen übergroßen Spielplätzen, Wasserparks im Meer und BBQ-Plätzen auf den Wiesen. Bestimmt 2h saßen wir nur in Thomas herum und beobachteten die Menschen, bis wir uns aufrappelten und der Musik folgten, die durch den gesamten Park schalte. Zur Feier des 2. Advents gab es hier Gesang, Tanz und ein gigantisches Feuerwerk über dem Meer, besucht von Jung und Alt.
Den Tag danach verbrachten wir in der Stadt, schauten uns Strand, Markt und Promenade an und suchten uns in der Dämmerung einen geeigneten Schlafplatz. Eine echte Herausforderung, da es strengstens verboten ist irgendwo in seinem Van zu schlafen und mit einem Bußgeld von 110$ bestraft wird! Das Katz-und-Maus-Spiel mit den Rangers begann. Irgendwo in einer Wohngegend blieben wir stehen und versuchten mit Thomas möglichst unauffällig auszusehen. Ja, ich weiß, wie sollte man mit Thomas nicht auffällig aussehen? Aber es hat geklappt. Lange schlafen ist allerdings nicht. Jeder Camper oder Festivalgänger weiß das, denn spätestens um 7 Uhr morgens hält man die Hitze nicht mehr aus und ist gezwungen aufzustehen. Drum düsten wir am nächsten Morgen zurück in den Park, hatten ein morgendliches BBQ mit Meerblick, schwammen eine Runde durchs Meer, hatten eine Dusche in der Behindertentoilette einer öffentlichen "Hygieneanlage, danach packten wir zam und fuhren weiter nach Nimbin.
ist das verrückt, oder ist das verrückt?!
BBQ :)
wie cooool ist das??!
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