Donnerstag, 12. Dezember 2013

Roadtrip Part II - Marlborough to anywhere: Byron Bay

Vorgestern kamen wir bei strahlendem Sonnenschein in Byron Bay an. Wir wussten ja schon aus Erzählungen, dass es hier wunderschön sein soll, außerdem kommt Tommy Franklin hier her, aber so schön hätte ich es mir niemals ausgemalt. Ich glaube es ist Liebe auf den ersten Blick! :) Ein kleines Surferstädtchen mit zahlreichen Surferlädchen und Surfervans, Surfermenschen, Surferkinder und dazwischen ein paar Hippies ein paar Backpacker und vereinzelt ein paar Neureiche. Byron Bay ist für Backpacker wie uns Hinmel und Hölle zugleich. An den Geschäften kann man sich einfach nicht satt gucken, am liebsten würde man alles einpacken und mitnehmen. Wir konnten es uns also auch nicht verkneifen: Den erste Weihnachtsgeschenkemarathon haben wir gestern zurückgelegt. Da wir Weihnachten ja dieses Jahr "alleine" feiern, kaufen wir uns auch unsere Geschenke selbst! :) Ein absolutes und ein wenig unverschämtes Highlight ist das 2. Festivalticket für 2014 hier in Australien! Soundwave Festival!!! :) Ihr wisst, wie ich Festivals liebe, dann könnt ihr euch vielleicht auch vorstellen wie glücklich mich dieses Line-up macht:
Mein derzeitiger Tagesablauf ist im Moment recht ähnlich: Morgens wachen wir irgendwo in einer Seitenstraße in Thomas auf. Da wir uns mit den Schlafplätzen abwechseln, hat jeder einmal den besten oder den schlechtesten Platz und somit jammert jeden Morgen ein Anderer von uns über Rückenschmerzen. :) Danach packen wir zusammen und fahren in die Stadt, laufen durch die Geschäfte, staunen Bauklötze über all die hübschen Sachen und deren Preise, bemerken wieder unsere Geldknappheit, laufen weiter, haben Lunch: ungetoastetes Toastbrot oder Instand Noodles. Danach bewegen wir uns zu Peter Pans oder zur Library, um unsere Akkus zu laden, wobei ich jetzt knapp 1 Woche gar kein Handy benutzt habe und damit auch weder ein Zeitgefühl noch einen blassen Schimmer davon hatte welcher Tag gerade war und ich muss sagen, ich fand es sehr entspannend! Sollte man tatsächlich öfters tun! Wenn es dunkel wird suchen wir uns einen neuen Stellplatz und hoffen, dass wir nicht erwischt werden. Heute Morgen hat das leider nicht so ganz geklappt, als die Polizei um 6am an unsere Scheibe klopfte. Der nette Officer drückte ein Auge zu und riet uns schnellstens Land zu gewinnen, das taten wir auch. Total verschlafen steuerten wir Richtung Strand und genossen den etwas düsteren Morgen am Meer bei Surfern, Joggern, Bikern und Hippies in verrückten Klamotten, die vor unserem Thomas anfingen Yogaübungen zu machen.

Zu unserer größten Überraschung löste Nils in unserer Abwesenheit unaufgefordert seine Wettschulden ein. Nach einem morgendlichen Mädels-Spaziergang am Strand kamen wir zurück zu Thomas und fanden das! 
Einen MEGAFETTEN Chocolate Mud Cake, woaaah! :) Bester Travelmate, damit hatten wir nun wirklich nicht gerechnet! Danke nochmal!! Da unsere Akkus aller elektronischen Geräte mal wieder erschöpft waren, und ich schließlich Blog schreiben wollte, beschlossen wir zu Peter Pans zu wandern, um dort zum einen Strom zu zapfen und zum anderen einen Plan für die nächsten Wochen zu schmieden. Auf dem Weg dorthin trafen wir doch tatsächlich Alex, mit dem wir vor fast 3 Monaten hier in Down Under angekommen sind, is das 'n Ding?! Und auch in Peter Pans trafen wir Leute aus Cairns wieder. Diese Momente sind wirklich immer unfassbar und Gold wert!
Ein paar Stunden später machten wir noch einen Strandspaziergang mit Nils, über Stein und Fels zu einem wunderschönen Aussichtspunkt, von dem wir die Surfer in der Abendsonne beobachteten. Bei Sonnenuntergang traten wir den Heimweg an, ein Stück durch den Dschungel, wo wir unseren ersten Koala in freier Wildbahn sahen! Am Wegrand saßen 2 Hippies, die Coush Coush und Gitarre spielten, wie in Ghana! :) Als die Sonne bereits im Meer versunken war, dachte ich eigentlich, perfekter kann ein Tag nicht enden, doch dann kamen wir zurück zu Thomas. Schon von weitem hörten wir laute Bongos und Ramba Zamba, dann realisierten wir, dass sich all das Spektakel direkt vor Thomas abspielte! Trommeln, Rasseln, eine Trompete, Gesang und Tanz, alle Nationalitäten, alle Altersklassen, jung und alt feierten zusammen grundlos das Leben und waren hoffnungslos glücklich. Wir 3 Hansel saßen dabei auf Thomas' Dach und hatten Tränen in den Augen und Gänsehaut am ganzen Körper! Als wir dann noch von Andy, dem Kumpel von unserem Couchsurfing-Michael eine Nachricht erhielten, dass er uns in Surfers Paradise hosten wird, platzten wir 
fast vor Freude! Heißt aber auch, dass wir 3 Travelmates uns morgen für's Erste trennen werden, da Nils zurück nach Brisbane fährt!
wir 3 Travelmates
 was ein Waller!





Roadtrip Part II - Marlborough to anywhere: Have a rainbow day!

Eine kleine, feine Hippiestadt, gerade eine Straße lang, nur kaputte Leute aber super idyllisch, irgendwie spirituell und total relaxed. Wir klapperten bei über 40 Grad Hitze die Hippielädchen ab und ließen uns vom Ambiente einfangen. Nach einem Tag spätestens hat man alles gesehen und sollte weiterziehen, bevor man komplett so wird, wie die Leute, die hier leben! :D Aber verpassen sollte man es definitiv nicht! Abends suchten wir wie immer einen Stellplatz, diesmal mitten im Nirgendwo mit Blick auf eine einsame Kuhweide. Am Folgetag sattelten wir Thomas und schlenderten noch einmal kurz durch die Stadt. 
Zum Abschied wünschte uns eine Hippiefrau: Have a rainbow day! Den hatten wir und fuhren weiter nach Byron Bay.








Roadtrip Part II - Marlborough to anywhere: Barbie City

An unserem letzten Tag in Brisbane schafften wir es uns doch noch mit Simone ohne e zu treffen (den Namen hat er in Cairns bekommen), Treffpunkt Lagune. Wir quatschten und tauschten uns über Abenteuererlebnisse, Arbeitserfahrungen und verrückte Geschehnisse der letzten Zeit aus, bis auf einmal jemand hinter uns herangeschwommen kam: Arne, ebenfalls ein Freund aus Cairns, der gerade zufällig auch hier in Brisbane chillte. Es passiert immer wieder und jedesmal ist und bleibt es eine Überraschung ein bekanntes Gesicht wiederzutreffen, als wäre Australien ein Dorf! Man könnte bei Einigen sogar sagen, es ist wie ein Teil seiner Familie wiederzusehen! :) 
Abends kochten wir bei Putra in der Wohnung und schauten Film: Blood Diamond. Mir fiel auf, dass Stephen, der Kerl von Fundraising, Passagen aus diesem Film benutzt hatte, um Menschen einen Spendenvertrag aufzuschwatzen und das machte mich irgendwie unglaublich sauer! Zum Glück haben wir gekündigt und uns nicht brainwashen lassen!
Am nächsten Morgen machten wir Thomas fit und verabschiedeten uns zum zweiten Mal von Putra! 


Wir sind ihm für alles was er für uns getan hat unglaublich dankbar und hoffen uns eines Tages revanchieren zu können! Auch ein Gefühl, das ich erst kennenlernen musste: Hilfe dankbar annehmen, aber ohne direkte Gegenleistung. Zu Anfang fühlt man sich schuldig, ausnutzend, aber irgendwann versteht man, dass diejenigen, die Hilfe anbieten, dies auch wirklich gerne tuen, ohne etwas dafür zu verlangen. Jonh (nein, das ist kein Tippfehler, er schreibt sich tatsächlich so), ein Aussie, der uns einmal half, antwortete uns auf unsere Frage, wie wir uns erkenntlich zeigen könnten, folgendes: "To get what you want you must help other people to get what they want. If anyone needs help, help him or her like I helped you."
Am späten Nachmittag erreichten wir Surfers Paradise. Ich beschreibe es als Barbie City. Riesige Betonbauten, die aus dem feinen Sand herausragen und scheinen tatsächlich die kilometerweit entfernten Wolken zu kratzen, dabei lacht die Sonne zwischen den mächtigen Palmenwedeln. Rosa Wolkenkratzer, rosa Autos, Barbies und Kens in den Straßen und am Strand. Barbie City eben! :) Wir parkten Thomas an einer Parkanlage zwischen übergroßen Spielplätzen, Wasserparks im Meer und BBQ-Plätzen auf den Wiesen. Bestimmt 2h saßen wir nur in Thomas herum und beobachteten die Menschen, bis wir uns aufrappelten und der Musik folgten, die durch den gesamten Park schalte. Zur Feier des 2. Advents gab es hier Gesang, Tanz und ein gigantisches Feuerwerk über dem Meer, besucht von Jung und Alt. 
Den Tag danach verbrachten wir in der Stadt, schauten uns Strand, Markt und Promenade an und suchten uns in der Dämmerung einen geeigneten Schlafplatz. Eine echte Herausforderung, da es strengstens verboten ist irgendwo in seinem Van zu schlafen und mit einem Bußgeld von 110$ bestraft wird! Das Katz-und-Maus-Spiel mit den Rangers begann. Irgendwo in einer Wohngegend blieben wir stehen und versuchten mit Thomas möglichst unauffällig auszusehen. Ja, ich weiß, wie sollte man mit Thomas nicht auffällig aussehen? Aber es hat geklappt. Lange schlafen ist allerdings nicht. Jeder Camper oder Festivalgänger weiß das, denn spätestens um 7 Uhr morgens hält man die Hitze nicht mehr aus und ist gezwungen aufzustehen. Drum düsten wir am nächsten Morgen zurück in den Park, hatten ein morgendliches BBQ mit Meerblick, schwammen eine Runde durchs Meer, hatten eine Dusche in der Behindertentoilette einer öffentlichen "Hygieneanlage, danach packten wir zam und fuhren weiter nach Nimbin.


ist das verrückt, oder ist das verrückt?!

BBQ :)


wie cooool ist das??!

Donnerstag, 5. Dezember 2013

Thomas, unser Sorgenkind

Wir haben uns nicht, wie geplant, mit unseren Freunden in Brisbane getroffen, denn Thomas war immer noch krank! Elvis teilte uns etwas ziemlich niederschmetterndes mit...die kaputte Zündspule, die Thomas außer Gefecht gesetzt hat, ist irreparabel und wird noch dazu nicht mehr produziert! Sehr, sehr schlechte Neuigkeiten! Aber Elvis versprach uns alles zu tun, um uns zu helfen. Er setzte sich mit einigen Schrotthändlern in Verbindung, wir saßen zu Hause und warteten gespannt ab. Erst einmal passierte nichts, dann ein Anruf, Elvis hat einen Händler gefunden, er würde für uns die ganzen Kilometer hinfahren, das Teil abholen und schauen, ob es passt. Ein Hoffnungsschimmer, wir drückten alle Daumen für Thomas! Da wir es nicht mehr aushielten den ganzen Tag in der Bude zu sitzen, beschlossen wir mit unserem "Leihwagen" in die Stadt zu fahren, denn Elvis hatte nichts dagegen. Er sagte, er hat die Spule nun und weiß in 30 Minuten, ob sie passt oder nicht. Leider klingelte das Handy selbst nach 2 Stunden nicht! :( Wir schlenderten durch die Stadt und lenkten uns ab. Elena und ich schauten bei Patrick vorbei, der uns den Job in Marlborough bei Schreckschrauben-Doreen und Grummelkopf Bill verschafft hatte, und klärten ihn auf, was passiert war. Irgendwie erinnern mich die 2 jetzt an Grammi und Gruffi von der Gummibärenbande, mit dem Unterschied, dass ich die menschliche Version nicht leiden kann. Auf Patricks Frage hin, ob man weiterhin Backpacker dorthin schicken sollte, antworteten wir einstimmig und entschlossen mit "Nein"! Dann klärten wir ihn über unsere weiteren Pläne auf und er versprach uns zu helfen und einen neuen Job zu finden. Das wollten wir hören! :) 
Draußen wurde es bereits dunkel und die Stadt fing an noch viel größer und prächtiger zu wirken, mit all ihren Riesenbauten, die jetzt anfingen zu leuchten. 


Am Boden leuchteten jedoch ganz andere Lichter, die mich irgendwie verstörten: Weihnachtsschmuck in allen Farben und Formen! Und das bei 30 Grad? Irgendwie kann ich mich wirklich nicht daran gewöhnen, es ist verrückt! Ein Weihnachtschor, der in der Fußgängerzone performte, Weihnachtsmusik in den Läden und Weihnachtsbäume und -Engel an jeder Straßenecke! Und irgendwie bewirkt all das so gar keine Weihnachtsstimmung bei mir.


Auf einmal klingelte das Handy, Elvis ruft an! Gespannt beobachteten wir anderen 3 das Gespräch, wovon wir nur eine Seite hören konnten und versuchten am Gesichtsausdruck abzulesen, ob wir uns freuen oder weinen sollten. Wir konnten uns freuen, Elvis hat es geschafft, Thomas lebt!!! :) Ab zu Elvis, Thomas abholen! Wir liefen überglücklich zum Auto, dass etwas außerhalb geparkt war und wollten schnurstracks zu Elvis fahren, saßen im Auto, Janik drehte den Schlüssel in der Zündung und...es passierte nichts! Batterie leer. Whaaat?! Ist das dein Ernst?! Ich konnte mir ein fassungsloses Lachen nicht verkneifen! Wie ironisch kann das Leben sein? Nach kurzer Krisensitzung teilten wir uns auf, Elena und ich liefen die Straßen ab, um ein Parkhaus oder sonstiges zu finden, um einen Fremdstarter zu organisieren. Das eine Parkhaus war wegen Bauarbeiten gesperrt, die anderen bereits geschlossen, wir liefen bedröppelt zurück, als uns Nils entgegen kam und die Hände oben hielt. Yay, das Auto läuft schon wieder! Ein Securitymann hatte uns geholfen die Kiste wieder zum Laufen zu bringen! Zweiter Versuch zu Elvis und Thomas zu kommen, diesmal erfolgreich. ELVIS WE LOVE. YOU! Er hat es tatsächlich geschafft! Wir gaben ihm das Geld für die Teile und den Sprit und bedankten uns mit einer herzlichen Umarmung! Er ist einfach der Beste! :) Jetzt können wir unsere Tour nach Surfers Paradise, Byron Bay etc. doch stattfinden! Heute bringen wir Janik zum Flughafen, der für 10 Tage nach Neuseeland fliegt, Henry ist vor ein Paar Tagen 3 Wochen nach Thailand geflogen, also sind wir ab heute nur noch zu dritt. Morgen geht's für uns los. Wie lange wir wo bleiben und was wir dann machen, wissen wir noch nicht! :)

Dienstag, 3. Dezember 2013

Elvis rettet Thomas!

Was für ein Tag! Nachdem wir den Morgen gemütlich angegangen sind, entschlossen wir uns am Mittag mal in die Stadt zu fahren, ein bisschen Sightseeing und ein paar Erledigungen machen. Der Plan war gut, an der Umsetzung scheiterte es, als wir auf der 8km vorm Ziel auf der Ipswich Road direkt vor einer Autobahnbrücke im Hang stehenblieben. Zum Glück hatten die Jungs einen vollen Benzinkanister im Auto. Wir dachten damit sei das Problem gelöst! Doch Thomas wollte nicht anspringen! Im Endeffekt weitete sich das Problem auf die Zündkerzen aus. Eine war gebrochen und wir mussten sie ausbauen, was auch mit Ach und Krach geklappt hat. Nur hatten wir keine Ersatzkerze dabei, grrr! Gerade wollten wir uns zu Fuß auf den Weg machen und die nächste Werkstatt aufsuchen, als ein Auto hinter uns stehen blieb und Elvis ausstieg! ELVIS, unsere Rettung! Er erkannte das Problem schnell, packte Nils ein und organisierte uns eine neue Zündkerze und baute sie sogar ein. Jetzt sollte eigentlich nichts mehr schief gehen! Richtig? Falsch! Denn auch mit neuer Zündkerze wollte Thomas nicht anspringen. Elvis machte ein paar Tests, bis er zu dem Ergebnis kam, dass auch die Zündspule kaputt sei! Düdümm! Heißt also für uns: Thomas bewegt sich heute keinen Zentimeter mehr aus eigener Kraft. Elvis machte den Vorschlag uns Mädels erstmal nach Hause zu fahren, sein Auto zu tauschen und mit einem Abschleppwagen zurück zu den Jungs zu fahren. Dankbar nahmen wir sein Angebot an! Elena und ich gingen etwas zu Essen einkaufen, kochten und warteten ab. Eben gerade kamen die Jungs nach Hause, mit einem Auto?! Ja, Tatsache! Elvis behält Thomas bis morgen bei sich und päppelt ihn wieder auf. Solange leiht uns Elvis eines seiner Autos! Ist das mal verrückt! In Deutschland würde das KEINER machen! We love Elvis! Hoffen wir, dass wir unseren Thomas morgen wieder in alter Frische abholen können! Morgen Mittag treffen wir uns mit Caro & Annika, die überraschend ihren Job verloren haben und jetzt nach Brisbane kommen :( und Simon, den wir aus Cairns kennen! Juhu! Könnte ein cooler Tag werden, sofern nicht wieder etwas unvorhergesehenes passiert... ;)
Thomas in schlechter Verfassung...

Sonntag, 1. Dezember 2013

Roadtrip Part II - Marlborough to anywhere: Brisbane

Rockhampton - Gindoran - Brisbane (665km)

Nach einer guten Stunde kamen die Jungs: Nils, Janik, Henry mit ihrem Van "Thomas Schneider" angetuckert (kein Witz, er heißt wirklich so!). 
Sie sagten wir würden Thomas lieben lernen. Er ist ein Ford, Econovan, 1989 Baujahr, also in seinen besten Jahren! So entstand direkt eine lockere und lustige Atmosphäre noch bevor es wirklich losging. Als all unser Gepäck in Thomas verstaut war, starteten wir guter Laune. Wir unterhielten uns über Gott und die Welt und merkten schnell: Das passt! :) Als der Abend anbrach suchten wir uns einen Rastplatz. Dort hatten wir ein spärliches Abendessen, denn ob ihr es glaubt oder nicht, Elena und ich haben tatsächlich vergessen etwas zu Essen einzukaufen! :D Nach dem Essen packte Nils sein ultimatives Notebook aus und wir schauten ein paar Folgen Scrubs. Das muss man sich erstmal geben! Da sitzt man mitten im Nichts an einer Raststätte, um uns herum die wilde australische Natur und weiß Gott welche Tiere und wir sitzen hier und schauen Serien an! Hatte auch schon irgendwie wieder was cooles! Ein paar Stunden später bauten wir unser Nachtlager auf. Die Jungs schliefen in Thomas, wir durften ihr Zelt + Isomatten ausleihen. Was wir daraus machten? Seht selbst!
Gestern waren wir den ganzen Tag auf der Straße unterwegs und kamen abends bei Putra in Ipswich, Brisbane an. Putra war noch nicht zu Hause, also chillten wir in Thomas, der in Putras Vorgarten auf dem Rasen parkte. Witzig, wie wir da so saßen in einer recht vernünftigen Gegend und wir im Campervan zwischen Sitzpolstern und Backpacks. Dann kam unser Gastgeber und wir freuten uns so richtig wieder bei ihm einzuziehen. Feels like home! :) Putra lud die Jungs ein mit nach drinnen zu kommen. Wir erzählten ihm von unserem Misserfolg in Marlborough und irgendwie mussten wir darüber lachen und 
genossen den weiteren Abend in seiner Wohnung mit Fifa und Plauderei. Heute waren wir schon einkaufen und werden am Abend in die Stadt fahren und gemeinsam BBQ machen! :) In den nächsten Wochen haben wir vor die Gold Coast runterzureisen, Surfers Paradise zu Andy, den wir bei Michael (couchsurfing) kennengelernt und von ihm eine Schlafcouch angeboten bekommen haben, Byron Bay und was es drum herum noch gibt. Cool ist, dass wir jetzt Travelmates kennen, die sich das auch noch anschauen möchten! :)

Freitag, 29. November 2013

Roadtrip Part II - Marlborough to anywhere

Mount Morgan to Rockhampton

Nachdem wir ein paar lustige und entspannte Tage mit Caro und Annika und den verrückten Bewohnern von Mount Morgan hatten (und verrückt sind sie wirklich, denn bereits um 10 Uhr morgens sitzen sie an der Bar und hauen sich Bier und Schnabbo in den Kopf bis zum Umfallen und haben einen riiiesen Spaß dabei, noch mehr, wenn da solche Attraktionen aus einem fernen Land auftauchen!) beschlossen wir aufgrund unserer wiedererlangten Arbeitslosigkeit unseren 2. Roadtrip vorzuziehen. Erste Station sollte Brisbane sein. Über Gumtree haben wir uns einen Lift dorthin organisieren können. Die 3 Jungs haben einen Van, fahren die mehr als 700km bis Brissi allerdings nur mit 60km/h, um Sprit zu sparen. Als Treffpunkt hatten wir uns Mecces in Rockhampton ausgedacht, damit wir von dortaus direkt auf den Highway auffahren können. Nun mussten wir aber erstmal schauen, wie wir wieder nach Rocky kommen. Amanda, die Besitzerin und Witwe, der die Bar und das "Hotel" gehört, in dem wir die letzten Tage verbracht haben, sagte uns, dass hier wohl ein Bus bis in die 40km entfernte Stadt fahren würde, den haben wir aber weit und breit nicht finden konnten. Also gut, ab an den Straßenrand und Däumchen hoch. Tatsächlich hielt nach ca. 10 Minuten ein Mann mit seiner Tochter an, die gerade vom
Fischen kamen. Wir durften unser Gepäck auf das Boot schnallen und stiegen ein. In Gracemere an einer Tankstelle, ca. 15 Minuten von unserem Ziel entfernt, ließ er uns raus. Wir bedankten uns 1000 mal und stellten uns wieder an die Straße. Einige winkten, andere lachten, viele hupten und jubelten uns zu, angehalten hat aber zuerst keiner. Bis Bonita kam und uns fast über den Haufen fuhr, um uns mitzunehmen. Bonita, eine junge Mama von 2 Kindern, 21 Jahre alt. Sie fuhr genau zu unserem Ziel und fragte uns auf dem Weg dorthin aus, was wir tun, wieso wir das tun und war ziemlich fasziniert. Sie wünschte uns ganz viel Glück und Spaß und wir dackelten zum Treffpunkt Mecces, wo wir vor ein paar Tagen erst ankamen, diesmal jedoch in einer weitaus besseren Verfassung! :) Ja und nun sitzen wir hier und werden mit großen Augen angeschaut, bewundert und angelächelt, wie 2 Mädels wie wir es schaffen so viel zu tragen und vorallem warum, denn Backpacker sieht man hier wohl nicht all zu oft. Noch 1h dann geht's weiter! :)