Mittwoch, 13. November 2013

Roadtrip Part I - Townsville to Brisbane: Rockhampton

Airlie Beach to Rockhampton (07.-08.11.13 - 483km)

Halb vertrocknet kamen wir eine ganze Weile später wieder im Hostel an, packten alles zusammen und fuhren bald los Richtung Rockhampton. Ein neuer Travelmate Larissa aus Braunschweig. Auf den endlosen Highways sahen wir zahlreiche Kängurus am Straßenrand, leider auch viele tote...Eines ist sogar gegen meine Tür gehüpft! :( Aber noch nicht schlimm genug: Als die Dämmerung den Abend einläutete, sahen wir regelmäßig Rauchschwaden am Himmel und darunter Farben eines heftigen Sonnenunterganges, nur dass es keine Sonnenuntergänge waren, sondern Buschbrände! Riesige Buschfeuer wüteten wie ich finde sehr unkontrolliert und großflächig sowohl mitten im
Nirgendwo als auch in Nähe der Zivilisation. In Panik gerät dabei trotzdem keiner. Als wir einen kurzen break einlegten, kam plötzlich ein gruseliger alter Mann aus dem Nichts, wir haben uns zu Tode erschrocken, nichts wie weg! 
Wir ratterten die letzten Kilometer herunter und erreichten sichtlich erschöpft Mitten in der Nacht Rockhampton, richteten das Auto her und legten uns hin und beteten, dass die Plozei keine Kontrollen fährt (Strafbuse 210$ p.p.). Wir hatten Glück! :) Am nächsten Morgen wurden wir durch die bruzelnde Sonne geweckt. Die nette alte Dame, vor deren mit Kitsch übersäten Haus wir parkten, erklärte uns 3x dass es unten am Strand öffentliche Duschen gäbe! Perfekt! Aus versprochenen 10 Minuten wurden 30 durch einen schmalen Pfad, in den Bäumen "schliefen" Flughunde...der Boden war durchnässt von Fledermausurin, ziemlich widerlich! Jetzt freuten wir uns noch mehr auf eine Dusche! Was man dafür nicht alles tut! Ihr müsst euch vorstellen, dass wir in unseren Schlafanzügen, total verpennt und müde mit unseren Waschbeuteln am Strand umherliefen und eine Nasszelle suchten. Uns war es etwas unangenehm aber die Leute interessierte es kaum. Alles was wir fanden war ein Häuschen mit 2 offenen Duschen und Toiletten. Vergleichbar mit einer Autobahn-Raststädtentoilette in Deutschland. Ja, so lernt man das Backpackerleben lieben! :) Wir wuschen uns auf abenteuerliche Weise und wanderten zurück zum Auto, um zu unserem Tagesziel zu gelangen: Den Capricorn Caves.


wir mit unseren Travelmates in der Hochzeitskapelle der Capricorn Caves

Roadtrip Part I - Townsville to Brisbane: Whitsundays

Airlie Beach / Whitsundays (05./06.11.13)

Nachdem die Jungs all ihr Gepäck ins Hostelzimmer geschleppt hatten, parkten wir das Auto um und versuchten unser Schlafgemach zu errichten. In Wirklichkeit klappten wir die Rücksitze um, sodass wir halb im Kofferraum und halb auf der Rückbank liegen konnten. Problematisch war nur, dass die Verbindung zwischen Koffer- und Fahrerraum erstmal total uneben und zudem außerdem verdammt niedrig war, sodass man nur entweder auf dem Bauch oder auf dem Rücken schlafen konnte, für die gesamte Nacht. Wir können von Glück reden, dass wir bei unseren Fressgelagen hier noch nicht dick und rund geworden sind, sonst hätten wir gar nicht reingepasst! :)

Wirklich viel geschlafen hatten wir nicht, als um 06:00 Uhr der Wecker klingelte. Schnell zam packen und ab zum Hafen. Mit der typisch australischen Verspätung, ähm Gemütlichkeit! tuckerten wir auf der Waltzing Matilda, einem recht kleinen, süßen und charakteristischen Segelschiff mit Platz für 14 Man(n), los in's Great Barrier Reef. Die meiste Zeit relaxierten wir oben on deck und genossen Ausblick, Fahrtwind in den Haaren und einen ruckigen Seegang. So sehr, dass ein Kanadier sich über die Reling legte, um das leckere Mittagessen auf unappetitlichste Weise wieder loszuwerden. Ja, hier braucht man einen starken Magen! Nach einer ganzen Weile erreichten wir den legendären Whitehaven Beach. Selbst jeder Profi-Fotograf hätte hier leichtes Spiel gehabt das perfekte Foto zu schießen, denn genau das ist er: PERFEKT! Sand so weiß und so weich wie die Wolken am Himmel und Wasser in so vielen Blautönen, wie man es mit keinen Farbkasten malen könnte. Ich brauchte eine Weile um das fassen zu können was ich sah, wunderschön ist definitiv untertrieben! Wir schlenderten durch den himmlischen Sand und das seichte, erfrischende Wasser. Wir verbrachten unsere Zeit mit Staunen, kühlten uns im angenehm kühlen Wasser ab. Im Sonnenuntergang segelten wir in eine Bucht, wo wir auf dem Schiff BBQ hatten und die letzte Abendsonne einfingen, bevor der liegende Mond und die tausenden Sterne anfingen zu leuchten. Das mit dem liegenden Mond ist übrigens kein Witz, hier in Down Under liegt er wirklich! Komisch war nur, dass er plötzlich unterging und hinter den Bergen verschwand! Warum konnte sich keiner erklären! Im Nachtmeer fingen plötzlich seltsame Dinge an zu leuchten, Damo, unser Guide erklärte uns, das das Plankton sei, das anfängt zu leuchten, wenn es sich bedroht fühlt. Verrückt, der Himmel glänzt voll mit Sternen, das Meer glänzt von Plankton und KleinLisa und -Elena mittendrin auf einem kleinen Segler irgendwo dort draußen im Great Barrier Reef! Den Abend saßen wir in der Gruppe zusammen, darunter ein Pärchen frisch im Honey Moon, und quatschten, bevor wir uns nach und nach in unsere winzigen Kabinen zurückzogen. In der Nacht regnete es mittelstark, es war ziemlich windig, die Wellen schaukelten uns irgendwann in den Schlaf. Heute Morgen ging es wieder sehr früh los, raus zum Schnorcheln. Wir sahen wieder riesengroße Fische in allen Formen und Farben, tauchten runter zu den Korallen. Unser Guide meinte wir 2 sehen aus wie richtige Australier, wenn wir das tuen! :)) Zu guter Letzt sahen wir noch eine überdimensionalgroße Meeresschildkröte, die einfach eben mal so an uns vorbeipaddelte und uns verdutzt anschaute. Sachen gibt's! :) Nun haben wir fast alle Tiere aus Findet Nemo gesehen und unsagbaren Drang diesen Walt-Disney-Klassiker noch einmal unter ganz anderen Absichten anzusehen! 
Die Rückfahrt nach Airlie Beach war mega entspannt, Mumford and Sons, Sonnenschein, ein paar vereinzelte Gespräche, jeder war glücklich und zufrieden. Einen Motor brauchten wir nicht, wir legten die gesamte Strecke segelnd zurück. Ich durfte sogar einmal das Steuer übernehmen! Zwar hatte ich keine Peilung von dem was ich tat, aber das Schiff segelte! :) Mit etwas wackeligen Beinen gingen wir an Land und trafen uns gegen Abend mit einer Freundin aus Sydney, die sich zur Zeit auch in Airlie Beach aufhält und quatschten über all unsere bisherigen Erlebnisse. Als wir uns bei Mc Doof ein 30Cent-Eis gönnten, trauten wir unseren Augen nicht, als wir ein Mädel aus Townsville und 2 Mädels aus Cairns wiedertrafen. Ich bin gespannt, wie oft uns das noch passieren wird! :)

 unsere Matilda

:)
 Whitehaven Beach, Whitsundays

noch Fragen...? :) 


sieht doof aus, ist aber überlebenswichtig! Wir wollen ja nicht einer Würfelqualle (tödlich!) gepickst werden! 
 unsere kleine Schlafkabine
 beim Segeln im weiten, weiten Pacific Ocean

Roadtrip Part I - Townsville to Brisbane: Airlie Beach

(04.11.13 - 275km)

Mit etwas Verspätung trudelten unsere Travelmates in unserem Hostel ein. Dave, Philipp und Sebastian aus München und Karlsruhe. Von vornherein sehr nett und hilfsbereit, na dann los. Etwas überrascht waren wir, als wir unser Gefährt sahen: Wir stellten uns auf einen Van ein, kein Luxus und Schnickschnack, jedoch groß genug zum darin schlafen! Tatsächlich stand da ein Toyota Camry, Limousine - nicht unbedingt als Roadtripmobil geeignet, geschweige denn als Schlafplatz! Gott sei es gedankt, dass wir noch zu der Generation Nintendo Tetris gehören, denn andernfalls hätten wir das Gepäck niemals in den Kofferraum gepackt bekommen! Level complete! Wie man in dem Ding schläft und das auch noch so, dass es möglichst keine Politesse sieht, noch ein Rätsel! Bevor wir richtig losfuhren, zeigten wir den Jungs noch unser persönliches Highlight von Townsville, den Ausblick von Castle Hill! Jetzt erst wurde uns bewusst, wie hoch dieser ist. Den Goat Walk hatten wir uns ja bereits mit Caro und Annika hochgequält. Oben angekommen schickten wir die Jungs zu den uns schon bekannten 2 Aussichtspunkten und gingen selbst noch zu einem weiteren, den wir noch nicht erforscht hatten. Dort befand sich ein kleines Bungalow. Wir kamen auf die glorreiche Idee auf das Häuschen raufzuklettern, denn es war recht nahe an einer Felswand gebaut. Nicht ganz einfach aber als wir uns auf uneleganteste Weise hochgekämpft hatten, genossen wir so den wirklich besten Ausblick! 20 Minuten später wollten wir wieder herunterklettern, jedoch war uns nicht bewusst welche Schwierigkeit sich darin verbarg. Zwischen der Hinterwand des Bungalows und den Felsen klaffte eine Lücke auf, die uns zuvor nicht so groß vorkam, uns blieb nur die Möglichkeit zu springen. Was soll's, wo man hochkommt, kommt man auch wieder herunter! Doofe Idee :D Mit einem Hups sprang ich barfuß vom Dach und landete etwas unsanft auf dem Stein mit Glasscherben, wie ich dann feststellte. Ein aufgeschlagenes Knie, ein Schnitt im dicken Otto (großer Zeh) und ein paar Schürfwunden, hat sich trotzdem gelohnt! Und glücklicherweise habe ich nicht mit dem Gesicht gebremst! :) Unbezahlbar dagegen war Elenas Gesicht! Sie kletterte unversehrt an der anderen Hauswand hinunter, hätten wir das mal früher entdeckt!
So, jetzt konnte es aber losgehen! Nach ca. 3,5h und 276km erreichten wir Airlie Beach, es war bereits dunkel. Schnell kauften wir noch ein paar überlebenswichtige Dinge ein: Elena und ich sind jetzt im stolzen Besitz 2er Tupperdosen und Plastikbesteck, Klopapier haben wir frecherweise im Hostel mitgehen lassen. Die Jungs hatten sich bereits Hostelzimmer reserviert, wir blieben bei unserem Ursprungsplan im Auto zu nächtigen. Glücklicherweise gab es dort einen Campingplatz, denn am Straßenrand hätten wir mit dem Auto unmöglich übernachten können, ohne eine Geldstrafe zu kassieren! 

kurz vor meiner Bruchlandung auf dem Bungalow über Townsville


Magnetic Island (03.11.13)

Früh am Morgen kämpften wir uns aus dem Bett, um den letzten Tag in Townsville auf Magnetic Island zu verbringen. Mit der Ferry schipperten wir 45 Minuten zur Insel mit den vielen Stränden und giftigen Tieren. Dort angekommen kauften wir uns ein Bus-Tagesticket und starteten zu unserem ersten Ziel, zur Koala Sanctuary. Ein bisschen touristisch, aber wenn ich das mal so sagen darf SAUCOOL! Mit einem Guide gingen wir auf Tour, die junge Holländerin zeigte uns Krokodile, Koalas <3, Schlangen, Wombats, eine Vielfalt von Vögeln und Reptilien. Ich kam mir vor wie in einem Streichelzoo aber es war ein krasses Gefühl einen Koala im Arm zu halten oder eine Schlange um den Körper geschlungen zu haben (Krokodile habe ich ja schon in Ghana anfassen dürfen, jedoch ohne Maulsperre;) )
Total geflasht nach 2h Tiershow fuhren wir mit dem Bus an verschiedene Strände der Insel. Alma Bay hat es mir besonders angetan: Eine Meeresbucht, feiner Sand, umrandet von Felsen soweit das Auge reicht und dazwischen wunderschöne Palmen, Bäume und Sträucher. Wie eine Bergziege kletterte ich in dem heißen Gestein herum und genoss den Ausblick auf's offene Meer. Am Abend sahen wir sogar unser erstes, wirklich freilebendes Känguru an der Küste!
Am Abend packten wir mal wieder alles zusammen und erledigten eine Ladung Wäsche, damit uns auf unserem ersten Roadtrip nichts ausgeht! :) Mein Rucksack weist gewisse Gebrauchsspuren auf. Ist wohl doch ganz gut, dass ich Panzertape und Nähzeug + Sekundenkleber eingepackt habe! So, jetzt noch eine kleine Stärkung und dann werden wir von unseren 3 unbekannten Travelmates eingesammelt, wir sind gespannt wie ein Flitzebogen was uns erwartet!

 die kleine Barbie, 5 Jahre alt


Noah :)



 ein Wombat, 22Kg Lebendgewicht und er kann mit satten 40km/h davonhoppeln

Alma Bay 


Samstag, 2. November 2013

Das Abenteuer beginnt - Roadtrip Part I

Nachdem wir unsere Mädels am Mittwochabend zum zweiten Mal verabschiedet haben, waren die Tage hier in Townsville gezählt. Die kleine Stadt direkt am Meer ist zwar schön, jedoch kann man hier nicht all zu viel anstellen. Fazit: Entweder Job suchen und finden oder weg hier! Ihr könnt euch also vorstellen womit wir die letzten Tage verbracht haben: Jobsuche extrem! Wir liefen in der Mittagshitze alle Straßen ab, verteilten CVs, durchforsteten Gumtree und andere Jobportale bis wir feststellten, dass hier wirklich nicht viel zu holen ist. Bevor wir aber tage- und wochenlang versauern muss was anderes passieren! Zu Abwechslung passierte uns wieder einmal was lustig, als wir (schon wieder) Backpacker aus Cairns und sogar von unserer Ankunft in Sydney wiedertrafen, Australien ist wirklich ein "Dorf"! ;) Aber auch sie hatten hier alle keinen Erfolg. Genauso wie unsere superliebe Roommate Eva, die eben soviel viel Pech bei der Suche hatte wie wir und heute Morgen nach Mackay weiterreiste. Viel Glück und Spaß weiterhin, wir sehen uns! :)
In unserer Verzweiflung schöpften wir das letzte Bisschen Motivation und verbrachten den ganzen Tag im supernerviglangsamen WLAN der Stadt, das wohl nach dem heftigen Monsunregen gestern Abend/Nacht kaum mehr funktionieren wollte und suchten nach einer Lösung, die nun wie folgt lautet: Byebye Townsville HALLO ABENTEUER! 8 Tage Roadtrip mit 2 deutschen Backpackern aus Cairns! Wie geil ist das denn??! Townsville - Airlie Beach - Whitsundays - Rainbow Beach - Fraser Island - Brisbane. Soviel zur Theorie, mit einem Van, ab dafür! Da die Jobchancen in Brisbane nicht schlecht sind, werden wir danach wieder voll durchstarten, sodass wir hoffentlich binnen 4 Wochen genug Patte zusammen haben um dann weiter bis Sydney zu reisen, yes! Denn das letzt Angebot aus Brisbane klang zwar gut, wäre aber einfach zu kompliziert und zu weit entfernt gewesen. Morgen geben wir dann noch mal richtig Gas und schauen uns Magnetic Island an, bevor wir am Montagnachmittag von den Jungs eingesammelt werden und die Reise beginnt!


 Die Jobsuche und Travelmatesuche im Internet
Gewünscht und in Erfüllung gegangen! :)

Aborigines

Zur Beruhigung an alle diejenigen, die den kleinen Zwischenfall gestern mitbekommen haben - alles ist cool! Wir sind gestern Abend noch heil und unversehrt im Hostel angekommen, alles easy. Ein eher wenig schöner Blogeintrag, aber das muss leider auch einmal gesagt und erklärt werden! Normalerweise bin ich von Ureinwohnern und Traditionfanatikern tief beeindruckt und sehr interessiert, nicht aber von solchen, die uns gestern in Townsville den Weg gekreuzt haben. Ich weiß noch genau, wie fasziniert ich von den Einheimischen in Ghana und Burkina Faso war, von ihrer Lebensweise, dem Zusammenhalt untereinander und dem Stolz und Bewusstsein der Familien- bzw. Stammeszugehörigkeit. Hier ist es anders. Die Aborigines, die in die besiedelten (Groß-)Städte Australiens gekommen sind, um ihren Trotz und Ärger an unschuldigen Menschen auszulassen, haben für mein Empfinden falschen Stolz und legen ein wahnsinnig unsoziales Verhalten an den Tag, das auf Ungebildetheit und Sturheit zurückzuführen ist. Hier liegt einiges im argen und der Hass ist eindeutig falsch platziert. Soviel ich in Erfahrung bringen konnte erhalten sie von Sozialhelfern und Regierung jede Menge Unterstützung, die jedoch nicht ge- sondern ausgenutzt wird. Beispiele hierfür gibt es unzählige. In Sydney zwar weniger, dafür in Cairns und hier in Townsville umso mehr: Sie sind den ganzen Tag sturzbetrunken, sowohl jung als alt, Mann und Frau gleichermaßen. Die meiste Zeit halten sie sich in Gruppen auf und veranstalten einen Affenzirkus nach dem anderen. Sie schreien sich gegenseitig an, beleidigen und schlagen sich, solange bis die Polizei ausrückt oder einer von selbst nachgibt und sich verzieht. Schlimm genug, heftiger und beängstigender wird es, wenn sie Passanten "angreifen". Zwar nur verbal, soweit ich es bisher beobachten und selbst erleben konnte, aber ebenso unnötig! Vermutlich aus Langeweile und Unzufriedenheit als mit Sicherheit auch eine gewisse Spur von Neid. Für mich ist das alles nicht ganz nachvollziehbar und schwierig zu verstehen, was hier falsch läuft. Wenn ich sie sehe, schaue ich sie nicht einmal mehr an, sondern schaue, dass ich Land gewinne! So auch gestern: Beim Skypen mit Freunden am späten Abend im Stadtzentrum kam eine Gruppe Aborigines und machten einen Riesenkrach, als seien es wilde Tiere. Wir beachteten sie nicht weiter, doch als sie anfingen sich zu uns zu bewegen und uns auf eine widerliche Art und Weise anzuquatschen brachen wir unsere Gespräche ab und flüchteten zügig! In Zukunft werden wir uns direkt verziehen, wenn sich eine solche Gruppe nähert! Traurig aber wahr... Man muss aber auch sagen, dass es die Aborigines, wie wir uns sie in Europa vorstellen, in den gebliebenen Naturreservaten gibt. Schade ist eben nur, dass diese "Stadtaborigines" alles in den Dreck ziehen. In Alice Springs, Central Australia muss es noch schlimmer sein, dort geht die Gewalt um einiges weiter, weswegen ich nur jedem raten kann sich dort niemals alleine aufzuhalten! Wir haben daraus gelernt.

Samstag, 26. Oktober 2013

last days in hometown Cairns / Great Barrier Reef

Nach Rückkehr vom Cape Tribulation mussten wir in ein anderes Hostelzimmer einziehen. Ein größeres Zimmer, bei dem die Tür nicht geschlossen werden kann. Mein Bett steht direkt an der Tür, heißt also: Privatsphäre = Null. Aber irgendwie macht mir das mittlerweile so gar nichts mehr aus und meine 8 Roommates sind sowieso alle cool! :) Ich frage mich nur wozu ich einen Zimmerschlüssel mit hinterlegter Kaution bekommen habe?! 
Die Tage waren wir wieder sehr fleißig! Wir hatten bis gestern einen super Plan! Sonntag reisen wir raus aus Cairns nach Townsville, dort suchen wir uns einen Job, kaufen von unserem Gehalt einen gebrauchten Van, ... Was noch unklar war, war WIE wir dorthin kommen. Unseren Van können wir uns eigentlich momentan auf Grund unserer Arbeitslosigkeit nicht leisten. Trampen ist in Queensland verboten...bleibt nur eine Mitfahrgelegenheit zu suchen oder mit dem Reisebus Greyhound zu reisen. Leider ist unser Angebot der MFG kurzfristig verfallen und die meisten Angebote sind für längerfristige Travelmates und nich eben mal eine lächerliche Strecke von knapp 350 km zurückzulegen. Also buchten wir den Greyhoundbus, Sonntagmorgen 07:45 a.m. Doch dann wendete sich das Blatt, das Schicksal schien auf unsere Seite zu wechseln! Auf unsere Bewerbungen hin meldeten sich gleich 2 Arbeitgeber aus Brisbane für bartender jobs YaaaY!!! Wir waren völlig aus dem Häuschen, bis uns folgende Dinge einfielen: 
1) Wir haben bereits ein Hostel in Townsville für eine komplette Woche gebucht, nach Brisbane sind es noch weitere 1.360 km und wir haben noch kein Auto!
2) Das Zertifikat RSA, welches man hier zum Ausschank von Alkohol benötigt, haben wir noch gar nicht (der Test kann im Internet gemacht werden und dauert ca. 4-5 Stunden, ca. 25$)! 
Mhhh :D Jetzt müssen wir schleunigst umplanen! Wobei sich das erste Angebot für uns nun doch erledigt hat, nachdem der Chef uns sagte, dass wir in dem Club in Bikinis arbeiten und vorab entsprechende Bilder von uns schicken sollten! Mit dem Chef des anderen Angebotes werden wir heute oder morgen telefonieren. Drückt uns die Daumen!
Heute waren wir im sagenhaften Great Barrier Reef. Leute, so etwas habe ich noch nie gesehen! Mit einem Speedboot düsten wir 2 h hinaus auf's offene Meer, bis sich plötzlich dieses gewaltige Riff ausbreitete. 1x Scuba Dive, 2x Schnorcheln, ein Gefühl, dass sich nicht beschreiben lässt. Pure Faszination und leider kann man die Farbgewalt und das wuselige Leben dort unten nicht in Bildern festhalten, trotzdem haben wir ein paar Schnappschüsse mit unserer Unterwasserkamera geschossen (siehe unten). Ich glaube, ich habe nie etwas cooleres gemacht! Da schwebt man fast schwerelos durch die Tiefe des pazifischen Ozeans durch das wohl bekannteste Riff der Welt und sieht Fische, Pflanzen und andere undefinierbare Meeresbewohner, von denen man nicht einmal wusste, das diese existieren. Metergroße Muscheln, in die ich mit Leichtigkeit selbst mit meiner ganzen Körpergröße hineingepasst hätte. Fies waren nur diese kleinen, kaum sichtbaren Quallen, die gerne einfach auf unwissende Backpacker einstechen, aber ohne Folgen. Ich hoffe, dass wir genug Geld zusammenkratzen können, um an den Whitsundays noch einmal unterwasser zu gehen! Gerade sind wir nach Hause gekommen, jetzt wird uns klar, dass wir morgen unser geliebtes Cairns verlassen werden. Zum Abschluss machen wir heute ein großes BBQ mit Alleman(n) an der Lagoon! :) Eine schöne Abwechslung zu den ständigen Nudeln, für die man zusätzlich 2 Päckchen Salz benötigt, damit sie genießbar sind! ;) Mal wieder Abschied nehmen, wie die Woche ja schon ein paar Mal, aber es muss voran gehen! Schließlich ist es schon fast November! Ich kann's nicht fassen! Wie auch, bei 29 Grad und Sonnenschein! ;) Unsere Backpacks sind verpackt und geschnürrt. Auf zum nächsten Abenteuer!

Great Barrier Reef









 unsere Familie aus Cairns, Caro und Annika :)