Früh am Morgen kämpften wir uns aus dem Bett, um den letzten Tag in Townsville auf Magnetic Island zu verbringen. Mit der Ferry schipperten wir 45 Minuten zur Insel mit den vielen Stränden und giftigen Tieren. Dort angekommen kauften wir uns ein Bus-Tagesticket und starteten zu unserem ersten Ziel, zur Koala Sanctuary. Ein bisschen touristisch, aber wenn ich das mal so sagen darf SAUCOOL! Mit einem Guide gingen wir auf Tour, die junge Holländerin zeigte uns Krokodile, Koalas <3, Schlangen, Wombats, eine Vielfalt von Vögeln und Reptilien. Ich kam mir vor wie in einem Streichelzoo aber es war ein krasses Gefühl einen Koala im Arm zu halten oder eine Schlange um den Körper geschlungen zu haben (Krokodile habe ich ja schon in Ghana anfassen dürfen, jedoch ohne Maulsperre;) )
Total geflasht nach 2h Tiershow fuhren wir mit dem Bus an verschiedene Strände der Insel. Alma Bay hat es mir besonders angetan: Eine Meeresbucht, feiner Sand, umrandet von Felsen soweit das Auge reicht und dazwischen wunderschöne Palmen, Bäume und Sträucher. Wie eine Bergziege kletterte ich in dem heißen Gestein herum und genoss den Ausblick auf's offene Meer. Am Abend sahen wir sogar unser erstes, wirklich freilebendes Känguru an der Küste!
Am Abend packten wir mal wieder alles zusammen und erledigten eine Ladung Wäsche, damit uns auf unserem ersten Roadtrip nichts ausgeht! :) Mein Rucksack weist gewisse Gebrauchsspuren auf. Ist wohl doch ganz gut, dass ich Panzertape und Nähzeug + Sekundenkleber eingepackt habe! So, jetzt noch eine kleine Stärkung und dann werden wir von unseren 3 unbekannten Travelmates eingesammelt, wir sind gespannt wie ein Flitzebogen was uns erwartet!
Mittwoch, 13. November 2013
Samstag, 2. November 2013
Das Abenteuer beginnt - Roadtrip Part I
Nachdem wir unsere Mädels am Mittwochabend zum zweiten Mal verabschiedet haben, waren die Tage hier in Townsville gezählt. Die kleine Stadt direkt am Meer ist zwar schön, jedoch kann man hier nicht all zu viel anstellen. Fazit: Entweder Job suchen und finden oder weg hier! Ihr könnt euch also vorstellen womit wir die letzten Tage verbracht haben: Jobsuche extrem! Wir liefen in der Mittagshitze alle Straßen ab, verteilten CVs, durchforsteten Gumtree und andere Jobportale bis wir feststellten, dass hier wirklich nicht viel zu holen ist. Bevor wir aber tage- und wochenlang versauern muss was anderes passieren! Zu Abwechslung passierte uns wieder einmal was lustig, als wir (schon wieder) Backpacker aus Cairns und sogar von unserer Ankunft in Sydney wiedertrafen, Australien ist wirklich ein "Dorf"! ;) Aber auch sie hatten hier alle keinen Erfolg. Genauso wie unsere superliebe Roommate Eva, die eben soviel viel Pech bei der Suche hatte wie wir und heute Morgen nach Mackay weiterreiste. Viel Glück und Spaß weiterhin, wir sehen uns! :)
In unserer Verzweiflung schöpften wir das letzte Bisschen Motivation und verbrachten den ganzen Tag im supernerviglangsamen WLAN der Stadt, das wohl nach dem heftigen Monsunregen gestern Abend/Nacht kaum mehr funktionieren wollte und suchten nach einer Lösung, die nun wie folgt lautet: Byebye Townsville HALLO ABENTEUER! 8 Tage Roadtrip mit 2 deutschen Backpackern aus Cairns! Wie geil ist das denn??! Townsville - Airlie Beach - Whitsundays - Rainbow Beach - Fraser Island - Brisbane. Soviel zur Theorie, mit einem Van, ab dafür! Da die Jobchancen in Brisbane nicht schlecht sind, werden wir danach wieder voll durchstarten, sodass wir hoffentlich binnen 4 Wochen genug Patte zusammen haben um dann weiter bis Sydney zu reisen, yes! Denn das letzt Angebot aus Brisbane klang zwar gut, wäre aber einfach zu kompliziert und zu weit entfernt gewesen. Morgen geben wir dann noch mal richtig Gas und schauen uns Magnetic Island an, bevor wir am Montagnachmittag von den Jungs eingesammelt werden und die Reise beginnt!
In unserer Verzweiflung schöpften wir das letzte Bisschen Motivation und verbrachten den ganzen Tag im supernerviglangsamen WLAN der Stadt, das wohl nach dem heftigen Monsunregen gestern Abend/Nacht kaum mehr funktionieren wollte und suchten nach einer Lösung, die nun wie folgt lautet: Byebye Townsville HALLO ABENTEUER! 8 Tage Roadtrip mit 2 deutschen Backpackern aus Cairns! Wie geil ist das denn??! Townsville - Airlie Beach - Whitsundays - Rainbow Beach - Fraser Island - Brisbane. Soviel zur Theorie, mit einem Van, ab dafür! Da die Jobchancen in Brisbane nicht schlecht sind, werden wir danach wieder voll durchstarten, sodass wir hoffentlich binnen 4 Wochen genug Patte zusammen haben um dann weiter bis Sydney zu reisen, yes! Denn das letzt Angebot aus Brisbane klang zwar gut, wäre aber einfach zu kompliziert und zu weit entfernt gewesen. Morgen geben wir dann noch mal richtig Gas und schauen uns Magnetic Island an, bevor wir am Montagnachmittag von den Jungs eingesammelt werden und die Reise beginnt!
Die Jobsuche und Travelmatesuche im Internet
Gewünscht und in Erfüllung gegangen! :)
Aborigines
Zur Beruhigung an alle diejenigen, die den kleinen Zwischenfall gestern mitbekommen haben - alles ist cool! Wir sind gestern Abend noch heil und unversehrt im Hostel angekommen, alles easy. Ein eher wenig schöner Blogeintrag, aber das muss leider auch einmal gesagt und erklärt werden! Normalerweise bin ich von Ureinwohnern und Traditionfanatikern tief beeindruckt und sehr interessiert, nicht aber von solchen, die uns gestern in Townsville den Weg gekreuzt haben. Ich weiß noch genau, wie fasziniert ich von den Einheimischen in Ghana und Burkina Faso war, von ihrer Lebensweise, dem Zusammenhalt untereinander und dem Stolz und Bewusstsein der Familien- bzw. Stammeszugehörigkeit. Hier ist es anders. Die Aborigines, die in die besiedelten (Groß-)Städte Australiens gekommen sind, um ihren Trotz und Ärger an unschuldigen Menschen auszulassen, haben für mein Empfinden falschen Stolz und legen ein wahnsinnig unsoziales Verhalten an den Tag, das auf Ungebildetheit und Sturheit zurückzuführen ist. Hier liegt einiges im argen und der Hass ist eindeutig falsch platziert. Soviel ich in Erfahrung bringen konnte erhalten sie von Sozialhelfern und Regierung jede Menge Unterstützung, die jedoch nicht ge- sondern ausgenutzt wird. Beispiele hierfür gibt es unzählige. In Sydney zwar weniger, dafür in Cairns und hier in Townsville umso mehr: Sie sind den ganzen Tag sturzbetrunken, sowohl jung als alt, Mann und Frau gleichermaßen. Die meiste Zeit halten sie sich in Gruppen auf und veranstalten einen Affenzirkus nach dem anderen. Sie schreien sich gegenseitig an, beleidigen und schlagen sich, solange bis die Polizei ausrückt oder einer von selbst nachgibt und sich verzieht. Schlimm genug, heftiger und beängstigender wird es, wenn sie Passanten "angreifen". Zwar nur verbal, soweit ich es bisher beobachten und selbst erleben konnte, aber ebenso unnötig! Vermutlich aus Langeweile und Unzufriedenheit als mit Sicherheit auch eine gewisse Spur von Neid. Für mich ist das alles nicht ganz nachvollziehbar und schwierig zu verstehen, was hier falsch läuft. Wenn ich sie sehe, schaue ich sie nicht einmal mehr an, sondern schaue, dass ich Land gewinne! So auch gestern: Beim Skypen mit Freunden am späten Abend im Stadtzentrum kam eine Gruppe Aborigines und machten einen Riesenkrach, als seien es wilde Tiere. Wir beachteten sie nicht weiter, doch als sie anfingen sich zu uns zu bewegen und uns auf eine widerliche Art und Weise anzuquatschen brachen wir unsere Gespräche ab und flüchteten zügig! In Zukunft werden wir uns direkt verziehen, wenn sich eine solche Gruppe nähert! Traurig aber wahr... Man muss aber auch sagen, dass es die Aborigines, wie wir uns sie in Europa vorstellen, in den gebliebenen Naturreservaten gibt. Schade ist eben nur, dass diese "Stadtaborigines" alles in den Dreck ziehen. In Alice Springs, Central Australia muss es noch schlimmer sein, dort geht die Gewalt um einiges weiter, weswegen ich nur jedem raten kann sich dort niemals alleine aufzuhalten! Wir haben daraus gelernt.
Samstag, 26. Oktober 2013
last days in hometown Cairns / Great Barrier Reef
Nach Rückkehr vom Cape Tribulation mussten wir in ein anderes Hostelzimmer einziehen. Ein größeres Zimmer, bei dem die Tür nicht geschlossen werden kann. Mein Bett steht direkt an der Tür, heißt also: Privatsphäre = Null. Aber irgendwie macht mir das mittlerweile so gar nichts mehr aus und meine 8 Roommates sind sowieso alle cool! :) Ich frage mich nur wozu ich einen Zimmerschlüssel mit hinterlegter Kaution bekommen habe?!
Die Tage waren wir wieder sehr fleißig! Wir hatten bis gestern einen super Plan! Sonntag reisen wir raus aus Cairns nach Townsville, dort suchen wir uns einen Job, kaufen von unserem Gehalt einen gebrauchten Van, ... Was noch unklar war, war WIE wir dorthin kommen. Unseren Van können wir uns eigentlich momentan auf Grund unserer Arbeitslosigkeit nicht leisten. Trampen ist in Queensland verboten...bleibt nur eine Mitfahrgelegenheit zu suchen oder mit dem Reisebus Greyhound zu reisen. Leider ist unser Angebot der MFG kurzfristig verfallen und die meisten Angebote sind für längerfristige Travelmates und nich eben mal eine lächerliche Strecke von knapp 350 km zurückzulegen. Also buchten wir den Greyhoundbus, Sonntagmorgen 07:45 a.m. Doch dann wendete sich das Blatt, das Schicksal schien auf unsere Seite zu wechseln! Auf unsere Bewerbungen hin meldeten sich gleich 2 Arbeitgeber aus Brisbane für bartender jobs YaaaY!!! Wir waren völlig aus dem Häuschen, bis uns folgende Dinge einfielen:
1) Wir haben bereits ein Hostel in Townsville für eine komplette Woche gebucht, nach Brisbane sind es noch weitere 1.360 km und wir haben noch kein Auto!
2) Das Zertifikat RSA, welches man hier zum Ausschank von Alkohol benötigt, haben wir noch gar nicht (der Test kann im Internet gemacht werden und dauert ca. 4-5 Stunden, ca. 25$)!
Mhhh :D Jetzt müssen wir schleunigst umplanen! Wobei sich das erste Angebot für uns nun doch erledigt hat, nachdem der Chef uns sagte, dass wir in dem Club in Bikinis arbeiten und vorab entsprechende Bilder von uns schicken sollten! Mit dem Chef des anderen Angebotes werden wir heute oder morgen telefonieren. Drückt uns die Daumen!
Heute waren wir im sagenhaften Great Barrier Reef. Leute, so etwas habe ich noch nie gesehen! Mit einem Speedboot düsten wir 2 h hinaus auf's offene Meer, bis sich plötzlich dieses gewaltige Riff ausbreitete. 1x Scuba Dive, 2x Schnorcheln, ein Gefühl, dass sich nicht beschreiben lässt. Pure Faszination und leider kann man die Farbgewalt und das wuselige Leben dort unten nicht in Bildern festhalten, trotzdem haben wir ein paar Schnappschüsse mit unserer Unterwasserkamera geschossen (siehe unten). Ich glaube, ich habe nie etwas cooleres gemacht! Da schwebt man fast schwerelos durch die Tiefe des pazifischen Ozeans durch das wohl bekannteste Riff der Welt und sieht Fische, Pflanzen und andere undefinierbare Meeresbewohner, von denen man nicht einmal wusste, das diese existieren. Metergroße Muscheln, in die ich mit Leichtigkeit selbst mit meiner ganzen Körpergröße hineingepasst hätte. Fies waren nur diese kleinen, kaum sichtbaren Quallen, die gerne einfach auf unwissende Backpacker einstechen, aber ohne Folgen. Ich hoffe, dass wir genug Geld zusammenkratzen können, um an den Whitsundays noch einmal unterwasser zu gehen! Gerade sind wir nach Hause gekommen, jetzt wird uns klar, dass wir morgen unser geliebtes Cairns verlassen werden. Zum Abschluss machen wir heute ein großes BBQ mit Alleman(n) an der Lagoon! :) Eine schöne Abwechslung zu den ständigen Nudeln, für die man zusätzlich 2 Päckchen Salz benötigt, damit sie genießbar sind! ;) Mal wieder Abschied nehmen, wie die Woche ja schon ein paar Mal, aber es muss voran gehen! Schließlich ist es schon fast November! Ich kann's nicht fassen! Wie auch, bei 29 Grad und Sonnenschein! ;) Unsere Backpacks sind verpackt und geschnürrt. Auf zum nächsten Abenteuer!
Great Barrier Reef
Die Tage waren wir wieder sehr fleißig! Wir hatten bis gestern einen super Plan! Sonntag reisen wir raus aus Cairns nach Townsville, dort suchen wir uns einen Job, kaufen von unserem Gehalt einen gebrauchten Van, ... Was noch unklar war, war WIE wir dorthin kommen. Unseren Van können wir uns eigentlich momentan auf Grund unserer Arbeitslosigkeit nicht leisten. Trampen ist in Queensland verboten...bleibt nur eine Mitfahrgelegenheit zu suchen oder mit dem Reisebus Greyhound zu reisen. Leider ist unser Angebot der MFG kurzfristig verfallen und die meisten Angebote sind für längerfristige Travelmates und nich eben mal eine lächerliche Strecke von knapp 350 km zurückzulegen. Also buchten wir den Greyhoundbus, Sonntagmorgen 07:45 a.m. Doch dann wendete sich das Blatt, das Schicksal schien auf unsere Seite zu wechseln! Auf unsere Bewerbungen hin meldeten sich gleich 2 Arbeitgeber aus Brisbane für bartender jobs YaaaY!!! Wir waren völlig aus dem Häuschen, bis uns folgende Dinge einfielen:
1) Wir haben bereits ein Hostel in Townsville für eine komplette Woche gebucht, nach Brisbane sind es noch weitere 1.360 km und wir haben noch kein Auto!
2) Das Zertifikat RSA, welches man hier zum Ausschank von Alkohol benötigt, haben wir noch gar nicht (der Test kann im Internet gemacht werden und dauert ca. 4-5 Stunden, ca. 25$)!
Mhhh :D Jetzt müssen wir schleunigst umplanen! Wobei sich das erste Angebot für uns nun doch erledigt hat, nachdem der Chef uns sagte, dass wir in dem Club in Bikinis arbeiten und vorab entsprechende Bilder von uns schicken sollten! Mit dem Chef des anderen Angebotes werden wir heute oder morgen telefonieren. Drückt uns die Daumen!
Heute waren wir im sagenhaften Great Barrier Reef. Leute, so etwas habe ich noch nie gesehen! Mit einem Speedboot düsten wir 2 h hinaus auf's offene Meer, bis sich plötzlich dieses gewaltige Riff ausbreitete. 1x Scuba Dive, 2x Schnorcheln, ein Gefühl, dass sich nicht beschreiben lässt. Pure Faszination und leider kann man die Farbgewalt und das wuselige Leben dort unten nicht in Bildern festhalten, trotzdem haben wir ein paar Schnappschüsse mit unserer Unterwasserkamera geschossen (siehe unten). Ich glaube, ich habe nie etwas cooleres gemacht! Da schwebt man fast schwerelos durch die Tiefe des pazifischen Ozeans durch das wohl bekannteste Riff der Welt und sieht Fische, Pflanzen und andere undefinierbare Meeresbewohner, von denen man nicht einmal wusste, das diese existieren. Metergroße Muscheln, in die ich mit Leichtigkeit selbst mit meiner ganzen Körpergröße hineingepasst hätte. Fies waren nur diese kleinen, kaum sichtbaren Quallen, die gerne einfach auf unwissende Backpacker einstechen, aber ohne Folgen. Ich hoffe, dass wir genug Geld zusammenkratzen können, um an den Whitsundays noch einmal unterwasser zu gehen! Gerade sind wir nach Hause gekommen, jetzt wird uns klar, dass wir morgen unser geliebtes Cairns verlassen werden. Zum Abschluss machen wir heute ein großes BBQ mit Alleman(n) an der Lagoon! :) Eine schöne Abwechslung zu den ständigen Nudeln, für die man zusätzlich 2 Päckchen Salz benötigt, damit sie genießbar sind! ;) Mal wieder Abschied nehmen, wie die Woche ja schon ein paar Mal, aber es muss voran gehen! Schließlich ist es schon fast November! Ich kann's nicht fassen! Wie auch, bei 29 Grad und Sonnenschein! ;) Unsere Backpacks sind verpackt und geschnürrt. Auf zum nächsten Abenteuer!
Great Barrier Reef
Montag, 21. Oktober 2013
Cape Tribulation / Daintree Rainforest
Um 07:30 Uhr ging es wieder einmal los, sogar fast pünktlich! Ziel diesmal: Cape Tribulation. Wir merkten schnell, dass unser Guide genau so eine Quasselstrippe war wie beim letzten Mal, aber auch ziemlich lustig :) Hinterher wusste ich mehr über den guten Herren als ich wissen wollte. Aber so sind sie. Ich bin da letztens über eine sehr gute Definition gestoßen: "While something of a motley, larrikin group that love sarcasm and irony, Australians are friendly, accepting and warm. They prize mateship, the underdog and a fair go.". Genau so sind sie! :)
Nach 45 Minuten Angespanntheit ab zurück in den Bus und der Fahrer hatte direkt wieder Unmengen an Ideen was er uns so erzählen könnte. Auf seine Frage hin, ob wir noch etwas wissen möchten, gab er selbst die treffende Antwort: any questions? no? I'm not wondering, just talking a lot so I think I actually answered your question before you were ready to ask... :D JA! Nächste Station war der Daintree Rainforest. Ich bin immer wieder erstaunt und beeindruckt, was die Natur da geschaffen hat. Eine unfassbare Anzahl an wunderschönen Pflanzen, eine grüne Farbe, die man in der Art nirgendwo findet, das Klima einfach nur heiß und nass, aber nicht unangenehm. Ich hätte mich dort Stunden aufhalten und Pflanzen und Tiere beobachten können! Leider ist das bei derartig organisierten Trips nicht möglich!
Um 13:00 Uhr erreichten wir Cape Tribulation und unsere Unterkunft für eine Nacht: das PK's. Eine Ansammlung von kleinen Hüttchen, ein Restaurant mit angrenzendem Pool, eine Küche und das ganze mitten im Regenwald! Vereinzelt zelteten die Leute zwischen Bäumen und Palmen. Gar nicht so ungefährlich, wenn da mal so eine Kokosnuss oder ein Palmenwedel vom Himmel fällt oder man nachts Besuch von diesen "kleinen Freunden" bekommt (mit klein meine ich so groß wie meine Hand!)! Diese hing übrigens genau über dem Eingang zur Toilette, mhhh, so muss das sein.
Auf der Fahrt zum ersten Ziel sah ich zum ersten Mal die Wucht der australischen Buschbrände! Feuerwehrleute, die Brände löschen, auf der anderen Seite verbranntes Land, pechschwarze ausgebrannte Baumstummel, kein Leben, so wie es hier doch eigentlich üblich ist. Erschreckend zu sehen! Ich hoffe, dass es vor allem den Menschen rundherum Sydney gut geht, passt auf euch auf!
Eben auch so ein Ding des Backpackerlebens: Man bekommt nicht mit was in der Welt oder auch nur in der nächst größeren Stadt passiert! So kam es, dass ich von den Bränden nicht etwa durch Zeitung, Radio oder Fernsehen erfuhr, sondern tatsächlich über Facebook!
Eben auch so ein Ding des Backpackerlebens: Man bekommt nicht mit was in der Welt oder auch nur in der nächst größeren Stadt passiert! So kam es, dass ich von den Bränden nicht etwa durch Zeitung, Radio oder Fernsehen erfuhr, sondern tatsächlich über Facebook!
Nunja, erster Stop war der Daintree River, auf dem wir mit einem Boot rumtuckerten in der Hoffnung möglichst viele Krokodile zu sehen. Tatsächlich bekamen wir in dem "Korokodil-verseuchten" Fluß gerade einmal ein einziges dieser faszinierenden Riesenechsen zu sehen. Soll angeblich am Wasserstand liegen. Schade drum, aber in Ghana hab ich ja bereits welche gesehen und streichen dürfen :))
nur eins von vielen Wundern der Natur im Daintree Rainforest
eine black palm, hart wie Stein!
knock, knock :)
wer hat sich denn da versteckt?
und da?
Da hier nicht besonders viel los war, beschlossen wir uns den Strand anzuschauen und liefen einige Stunden am Wasser entlang. In's Wasser zu gehen trauten wir uns aber nicht, da es hier extrem giftige Quallen gibt, die einen Menschen mit nur einer Berührung aus dem Leben schießen können.
der Weg zum Strand
Abends standen leckere Instant Noodles auf dem Speiseplan, denn die armen Backpacker müssen anfangen zu sparen! Nach dem Essen verkrochen wir uns auf unser Zimmer, das wir uns mit 3 Mädels aus den Niederlanden und einem englischen Pärchen teilten, denn machen konnte man dort im Dunkeln so wirklich gar nichts! Morgens checkten wir um 10:00 Uhr aus und mussten uns für die kommenden 3 Stunden Beschäftigung suchen - ab zum Strand! Rumliegen, relaxen, nichts tun. Um 13:00 Uhr sammelte uns der Tourbus ein und brachte uns zur Daintree Ice Cream Company. Diese Company baut all ihr Früchte selbst an und macht daraus superleckeres Eis, das man definitiv probieren sollte!
Weiter ging es zum Alexandra Range Lookout mit einem tollen Blick über den Regenwald bis hin zum Meer. Der letzte Halt an diesem Tag war Mossman Gorge, wo der Stamm Kuku Yalanji bis heute lebt. Dort gab es, ähnlich wie in den Tablelands, eine Stelle, an dem sich ein Fluß durch das Felsenmeer schlängelt, also ab in's Wasser! Auf der Rückfahrt nach Cairns fuhren wir durch Port Douglas, eine kleine Hafenstadt mit gerade mal 1.000 Einwohnern. Steve Irwin, bekannt als der "Crocodile Hunter,“ starb hier 2006 in Folge eines Stiches durch einen Stachelrochen. Die verrückten Australier... R.I.P. Die Stadt wirkt auf mich wie das Saint Tropez von Queensland: Feine und mit Sicherheit teuere Hotels und Restaurants an jeder Ecke, riesige Boote und Yachten belebt von den Reichen und Schönen. Nichts für uns Backpacker ;) Am Abend kamen wir ausgehungert an unserem Hostel an, verlängerten unseren Aufenthalt direkt um eine weitere Woche und dinierten wie üblich im Woolshed bei kostenlosen Nudeln. Ich bin gespannt, wie lange ich mich noch von Pasta ernähren kann! Zurück im Hostel gab es wieder mal was zu Feiern: Wir verabschiedeten schweren Herzens den größten und wichtigsten Teil unserer Hostelfamilie, gleich 5 auf einmal! Ja ich weiß, stell dich nicht so an, ABER man lernt die Menschen hier so schnell und intensiv kennen und schätzen, dass tatsächlich jeder Abschied schwer fällt, gerade dann, wenn man jeden Tag 24 Stunden aufeinander gesessen hat! Viel Glück und viel Spaß weiterhin!!! Wir werden euch vermissen! Den Tag über haben wir heute damit verbracht Pläne für morgen zu schmieden, auf dem Gemüsemarkt Leckereien zu shoppen und faul an der Lagune rumzuliegen und unsere Kräfte zu sammeln, denn heute Abend gibt es wieder Grund zu feiern: WIR SIND 4 WOCHEN IN DOWN UNDER! :) Yaay!
Mittwoch, 16. Oktober 2013
Tablelands
Gestern Morgen ging es früh los, leider ohne Frühstück :( Um 07:30 Uhr standen wir parat vor unserem Hostel. Wie schon geahnt kam, unser Bus mit reichlich Verspätung, australische Pünktlichkeit, um 08:00 Uhr. Vollbesetzt mit 15 anderem Backpackern und Urlaubern aus aller Welt starteten wir los. Unser Guide, ein übermotivierter Aussie, erzählte die ganze Fahrt über bis zum ersten Halt von Gott und der Welt, über die Wetterverhältnisse in ganz Australien und Wirbelstürme...ich habe irgendwann nicht mehr zugehört. In einer Dreiviertelstunde hat er es geschafft 45 Minuten durchzuquasseln, ich kenne sowas eigentlich nur aus Schulzeiten ;)
Erste Station war Babinda Boulders. Ein wildrauschender Wasserfall inmitten atemberaubender Natur im Regenwald mit tausenden Pflanzen und Tieren. Auf dem Weg zurück zum Bus zeigte uns unser Guide ein solches Exemplar, an dem wir hinwegs einfach vorbeiliefen ohne etwas zu ahnen! Eine giftige Spinne, so groß wie meine Hand, jedoch ungefährlich für den Menschen: Die Seidenspinne
Dann ging es weiter zu den Josephine Falls (Conny & Lena: Hier musste ich an euch denken! <3 )
Auch hier liefen wir erst einmal ein ganzes Stück durch den Wald, wo riesige Ameisen den Weg kreuzten. Schließlich gingen wir eine Treppe hinunter und standen in einem riesigen Felsenmeer, durch das sich ein wilder Fluß schlängelte. Für einen Moment stand ich einfach nur da und ließ dieses Naturspektakel auf mich wirken. Danach raus aus den Klamotten und rein in das eiskalte und glasklare Nass! Ein bisschen Überwindung hat es schon gekostet aber das war es wert! Wir schwammen auf die andere Seite und versuchten auf die Steine zu klettern. Wie 2 Walrosse lagen wir nun da, unser Guide half uns auf die Beine zu kommen! :D Es war suuper rutschig aber mit vereinten Kräften gelang es uns nach ganz oben zu robben. Zur Belohnung wartete eine Felsrutsche auf uns. Ca 3 Meter Rutschspaß mit den Stromschnellen und dann ein gnadenloser Platscher in's Eiswasser - herrrrlich! :)
Zur Stärkung gab es danach Kakao, Kaffe, kalte Getränke und eine Obstplatte.
Bevor wir zum nächsten Halt kamen fuhren wir eine ganze Weile durch's Nirgendwo, sehr einsam, viele Bananenplantagen und Zuckerrohr, ein paar alte Bauern, die auf den Feldern rumwuselten, sonst nichts.
Allmählich wurden die Straßen schlechter, viele Baustellen, Männer und Frauen die Verkehrsschilder festhielten (Ich habe mir sagen lassen, dass dies sogar ziemlich gut bezahlte Jobs sind!). Wir hielten an einer großen Wiese, ich fühlte mich als stände ich in Irland: Dunkelgrünes saftiges Gras, grasende Kühe, ein paar Zäune und gelegentlich ein dunkle Streinbrocken, aber 30 Grad warm!
Der Guide erklärte uns, dass hier einst ein Vulkan sein Unwesen trieb: Bromfield Swamp nennt sich das Ganze.
Der Guide erklärte uns, dass hier einst ein Vulkan sein Unwesen trieb: Bromfield Swamp nennt sich das Ganze.
Nächster Halt: Millaa Millaa Falls. Ein sehr bekannter Wasserfall, an dem beispielsweise die Werbung für Herbal Essences abgedreht wurde.
Weiter ging es zu einem gigantisch großen Krater, der durch eine Gasexplosion entstand und sich über die Jahre mit Regenwasser gefüllt hat. Wir warfen Steine nach unten, der Aufprall derer auf der Wasseroberfläche war selbst so laut wie eine Explosion. Hier sollte man auf keinen Fall runterfallen, denn durch die hohen Felswände kommt man nicht mehr heraus!
Ein Stückchen weiter sahen wir uns einen weiteren Wasserfall an: Dinner Falls. Auch hier sahen wir wunderschöne Natur und ein tolles Gefälle!
Als Nächstes fuhren wir zum Platypus View, leider hatten wir kein Glück, wir sahen keine Schnabeltiere und machten uns weiter zum vorletzten Stopp: Curtain Fig Tree. Ein wahnsinns Baum!
Last stop war Lake Eacham. Ein großer, klarer See umrandet von Regenwald. Augen zu und reinspringen! :) Ein Stück weiter schwammen Turtles herum, die wir mit Brot fütterten, sooo süß mit Babies! :)
Das war der letzte Streich, wir setzten uns noch einmal zusammen, aßen leckeren Kokoskuchen und ließen uns danach müde in unsere Bussitze fallen.
Das war der letzte Streich, wir setzten uns noch einmal zusammen, aßen leckeren Kokoskuchen und ließen uns danach müde in unsere Bussitze fallen.
Die ruckelige Fahrt über die kaputten Straßen wiegte uns ganz bald in den Schlaf bis einer unserer Mitfahrer gesteuert von seinem Endorphinüberschuss anfing totale Faxen zu machen, Engländer eben! :D Richtig lustig und ein wenig verrückt als er uns erzählte, dass er dafür verantwortlich sei, dass der ekelhafte Geruch im Bus von seinen Schuhen kommt - iiiieew!! Der Busfahrer steuerte die Situation mit einer musikalischen Einlage der Black Eyed Pease: Shut up! :D
Kurz vor Ankunft an unseren Hostels hatten wir "the time of my life", plötzlich hat das Lied eine ganz andere Bedeutung für uns. Bei Sonnenuntergang stiegen wir glücklich und zufrieden und verabschiedeten uns von der Crew, inklusive dem stinkenden Engländer.
Soviel zu unserem Ausflug, es hat sich soooo gelohnt und ich kann es nur weiterempfehlen! Ein ganzer Tag Abenteuer an zig verschiedenen Orten für schlappe 43$!
Apropos Geld...das mit dem Job war wohl nix, die 2 Plätze waren schon vergeben! :( Wir suchen weiter! Jetzt sitzen wir gerade gemütlich an unserem
Pool bei vorzüglicher Rockmusik und genießen das Leben, bevor wir nachher mit
einem Partybus losdüsen :) Unser Roommate hat uns Freitickets besorgt, mal schauen was das gibt...
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